Römischer Rinderbraten mit Rosmarin

Kochzeitreise mit frischen Kräutern

Roemischer Braten

Am Freitag kam Fischi mit einer riesigen Tüte voller Grünzeug zum freitäglichen Kochabend. Der Inhalt der Tüte, den ich zuerst für Weichnachtsdeko hielt, stellte sich als riesige Rosmarinzweige und Salbei heraus. Eine vage Idee eines Bratens mit Rosmarin, aber auch mit Koriander und Fischsoße hatte er auch im Gepäck. Auf die Frage wie das gehen soll, sagte er, wir hätten doch dieses römische Kochbuch. Und so wurde es, inspiriert durch das "Römer-Kochbuch", ein römischer Rinderbraten. Dazu gab es als Beilage ein Gemüse aus Kichererbsen.

Zutaten für 3-4 Personen

  • 650g Rinderbraten
  • 5-6 große Rosmarinzweige
  • 3 rote Paprika
  • 2 große Metzgerzwiebeln
  • eine große türkische Peperoni
  • eine halbe Knolle Knoblauch
  • 3-4 Stängel Koriandergrün
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 600ml trockener Rotwein
  • 2 TL Passum
  • 1 EL Fischsoße
  • grobes Meersalz
  • 4 EL Sonnenblumenöl

Zubereitung

Zuerst den Backofen auf 180° C bei Umluft vorheizen. Dann die großen Zwiebeln schälen und in grobe Ringe schneiden. Zwei Zehen Knoblauch aus der Knolle herausnehmen, vom Rest der Knolle die äußere feste Schale entfernen und die Ober- und Unterseite abschneiden.

Nun den Rinderbraten in zwei etwa gleich große Stücke schneiden. Diese dann mit zwei Esslöffeln Öl in den Bräter geben und scharf anbraten. Nach kurzer Zeit etwa ein viertel der Zwiebelringe und die Knoblauchknolle hinzugeben und auch diese beiden anbraten. Danach etwas Salz und die Koriander- sowie Kreuzkümmelsamen hinzugeben und noch eine kurze Zeit weiter braten. Dann aber bald die Hitze abschalten und das Fleisch aus dem Bräter nehmen.

Jetzt alle Rosmarinzweige bis auf zwei in den Bräter legen, eventuell diese vorher auf die richtige Länge zuschneiden. Das Fleisch auf das Bett aus Rosmarin legen und mit etwa 300ml Rotwein begießen. Die restlichen Romarinzweige auf das Fleisch legen. Den Bräter mit dem Deckel verschließen und dann in den Backofen stellen, wo er etwa eine Stunde verweilen wird.

Etwa eine halbe Stunde später die Paprikaschoten von ihren Stielen befreien und in Würfel schneiden. Auch die türkische Peperoni in Ringe schneiden. Die restlichen beiden Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Und schließlich auch den Koriander samt Stielen fein hacken.

Danach das restliche Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln, Knoblauch, Paprika und Peperoni darin andünsten bis die Zwiebeln glasig sind. Das Ganze dann mit einem beherzten Schuß Rotwein ablöschen und die gehackten Korianderblätter hinzugeben. Dann alles bei niedriger Hitze schmoren lassen. Sollte es dabei zu trocken werden, gerne immer wieder Rotwein nachschütten.

Wenn die Stunde vorbei ist und die Küche wie eine Sauna riecht, wird es Zeit den Bräter aus dem Backofen zu holen. Das Fleisch, das friedlich auf seinem Bett aus Rosmarin schlummert, herausholen und in dünne Scheiben schneiden. Diese dann auf das Zwiebel-Paprika-Gemüse legen. Die Rosmarinzweige können entsorgt werden, jedoch nicht die restliche Flüssigkeit aus Bratensaft und Rotwein am Boden des Bräters. Diese in den Behälter des Pürierstabes geben und mit Passum und Fischsoße zu einer Soße pürieren. Dabei eventuell die Konsistenz noch mit etwas Rotwein korrigieren.

Den Braten dann zusammen mit den Beilagen und der Soße servieren.

Bene Sapiat!

Rosmarin
Rosmarinbett
Passum
Paprika Zwiebel Bett

Braten

Inspiriert aus ...

Die Inspieration für dieses Rezept stamm aus dem spannenden "Römer-Kochbuch" von Edgar Comes

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jens am 04.12.2016 um 09:08 in Rezepte