Vietnamesischer Hotpot

Lẩu thập cẩm

Lau Thap Cam

Ob man es als "Hotpot", "Steamboat", "Huoguo", "Moo Kata", "Shabu shabu", "Fondue Chinoise", "Feuertopf" oder "Mongolentopf" bezeichnet, das aus Südost- und Ostasien stammende Fondue mit Brühe kennt man unter vielen Namen und in noch mehr Variationen.

Das thailändische Moo Kata, also die Kombination aus Fondue und koreanischem Barbecue-Grill, hatte ich Euch ja auch schon einmal genauer vorgestellt. Am vergangenen Wochenende haben wir mal wieder einige Leute zum Hotpot eingeladen, damit meine elektrische Grlll-Fondue-Kombination nicht nur nutzlos im Schrank herumsteht und natürlich weil wir einfach mal wieder große Lust auf einen geselligen Grill-und-Fondue-Abend hatten.

Diesmal wollte ich ein "Lẩu thập cẩm", das ist ein vietnamesischer Hotpot, machen. An einen solchen in Hanoi kann ich mich noch dunkel erinnern und weiß noch, dass er sehr lecker war. Die Erinnerung an Zutaten und Beilagen ist allerdings etwas verschwommen, was zum einen an den zehn Jahren die meine Vietnam Reise schon her ist und zum anderen an der Tatsache, dass Hanoi auch für sein Bier bekannt ist, liegen mag. Und auch wenn man im Internet danach sucht bekommt man so viele unterschiedliche Rezepte und Varianten, dass wir einfach etwas improvisiert und einige Rezepte kombiniert haben. 

Zum einen haben wir die Brühe anders zubereitet und zum anderen gab es noch Pak Choy Blätter und Reispapier um die gegrillten Speisen darin einzuwickeln. Die anderen Zutaten haben wir dann ähnlich wie beim Moo Kata gehalten, wobei wir diesmal auch geriebene Salatgurke und Karotten sowie viel mehr Pilze und diese in unterschiedlichen Sorten aufgetischt haben. An Soßen gab es Hoisin-Sauce mit zerstoßenen Erdnüssen, Sriracha Sauce, Sweet Chili Sauce und Sojasoße. Darüber hinaus stand unser Puang Prik auch auf dem Tisch.

Unsere Zutaten für 6-8 Personen

  • 300g Rinderhüfte
  • 300g Hühnerbrustfilet
  • 300g Kalbsfilet
  • 300g Entenbrust
  • 500g isländischer Rotbarsch
  • 100g braune Champignons
  • 100g Austernpilze
  • 100g frische Shitake Pilze
  • 100g Kräuterseitlinge
  • 200g Baby Pak Choy
  • 100g Erbsensprossen
  • ein Bund Koriandergrün
  • Reispapier
  • eine Salatgurke (gerieben)
  • 5 Karotten (gerieben)
  • eine rote Karotte (in Scheiben)
  • 4l Brühe

Zutaten für die Brühe

  • 3 dicke Frühlingszwiebeln
  • 3 Stängel Zitronengras
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 3-4 EL Phở Paste (z.B. von "Flying Goose Brand")
  • 4l Wasser
  • eine Packung türkische Rinderbrühe in Würfeln (von Knorr)
  • eine Pastinake
  • eine kleine Stange Lauch

Zubereitung

Das Lẩu braucht etwas Vorbereitungszeit. So sollte etwa eine halbe Stunde bevor die Gäste kommen die Brühe zubereitet werden. Hierzu erst einmal die Frühlingszwiebeln, das Zitronengras und den Lauch in Ringe schneiden. Danach die Pastinake schälen und in Würfel schneiden.
 
Nun das Öl in einem großen Topf erhitzen und die Phở Paste zusammen mit den Frühlingszwiebeln und dem Zitronengras unter Rühren anbraten bis die Paste duftet. Dann mit Wasser löschen und dieses zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, vier Würfel Rinderbrühe hinzugeben und kurz weiter kochen lassen. Dann die Hitze reduzieren und die übrigen Zutaten unterrühren. Die Brühe sollte von nun an immer nebenher köcheln.
 
Danach das Fleisch und den Fisch in mundgerechte Stücke schneiden. Dabei eher flacherer Stücke statt Würfel schneiden, da wir beides auch grillen möchten. Die einzelnen Fleischsorten in kleine Schüsseln verteilen und diese auf den Tisch stellen. 
 
Das Koriandergrün und den Pak Choy abwaschen und ebenfalls auf den Tisch stellen. Auch die diversen Pilze und Sprossen in kleinen Gefäßen auf dem Tisch verteilen. Die Gurke und die Karotten reiben und auch diese auf den Tisch stellen.
 
Wenn nun der ganze Tisch mit kleinen Schüsseln voller bunter Zutaten bedeckt wird es Zeit das Fondue anzuwerfen. Dazu etwa die Hälfte der Brühe in das Becken geben und nochmal kurz aufheizen. Dann den Grill zuschalten, etwas Öl darauf geben und schon kann der Spaß losgehen! 
  
Ab und zu auch etwas Brühe nachschütten und später wenn alles aufgebraucht ist mit Wasser verdünnen. Für das Reispapier sollte auch immer eine flache Schüssel mit warmen Wasser auf dem Tisch stehen.
 
Jeder kann nun nach belieben Fleisch, Fisch und andere Zutaten grillen oder in der Brühe garen und diese danach in Reispapier oder Pak Choy Blätter einrollen oder einfach so essen. Dabei die Soßen nicht vergessen. Und am Schluß gibt es die gehaltvolle Brühe als Suppe.

Pak Choi

Pilze

Zutaten

jens am 22.12.2016 um 06:34 in Rezepte