Thailändischer Snack Miang Kham

Leckeres im wilden Betelpfefferblatt

Miang Kham

Miang Kham, den thailändischen Snack im wilden Betelpfefferblatt, hatte Anne vor einiger Zeit im Löwenbräukeller in Karlsruhe, der auch thailändische Speisen auf der Karte hat, als Vorspeise. Miang Kham hatte ich auch schon oft in Thailand gesehen, aber noch nie probiert. Gestern Abend entdeckte ich die Blätter im Gemüsekühlschrank des Asialadens meiner Wahl und beschloss, es einmal als Abendessen auszuprobieren. Wir waren beide von der Geschmacksvielfalt begeistert.

Zutaten für 3-4 Personen

Für die Soße:

  • eine halbe Schalotte
  • eine Zehe Knoblauch
  • 2cm Galangalwurzel
  • 2cm Ingwer (ca. 5g)
  • eine halbe Stange Zitronengras
  • eine Handvoll Erdnüsse
  • 10g Palmzucker
  • 4 EL Fischsoße 
  • 1 EL Garnelenpaste
  • 1 EL Pflanzenöl

Zum Einwickeln:

  • eine Packung Chaplu Blätter (100g)
  • 5-6 cm frischer Ingwer (ca. 15g)
  • 1-2 Schalotten
  • eine Limette
  • 5-6 Thai Chilis
  • 100g Cashewnüsse
  • 100g Erdnüsse
  • 40g getrocknete Shrimps

Zubereitung

Zuerst sollten die Erdnüsse und Cashews ohne Öl separat geröstet werden bis sie außen leicht dunkelbraun sind und ihr nussiges Aroma verströmen. Nebenher die getrockneten Shrimps in lauwarmes Wasser einweichem. Dann die beiden Nussarten in kleine Schüsseln geben. Dabei einen kleinen Teil der Erdnüsse für die Soße abzwacken.

Der Zubereitung der Soße widmen wir uns auch gleich. Dazu die Schalotte, den Knoblauch, den Ingwer und den Galangal schälen und jeweils in grobe Würfel schneiden. Das Zitronengras von den äußeren, holzigen Blättern befreien und den Rest in Ringe schneiden. Alle Zutaten dann ebenfalls ohne Öl anrösten bis sie trocken sind und ihr Aroma verteilen. Dann alles zusammen mit den abgezwackten Erdnüssen in einem Mörser zu einer grobe Paste zerstoßen.

Jetzt die Garnelenpaste mit etwas Öl anbraten bis auch sie ihr Aroma verströmt. Dann die zerstoßenen Zutaten aus dem Mörser hinzugeben und kurz weiter anbraten. Das Ganze dann mit thailändischer Fischsoße und etwas Wasser ablöschen. Den Palmzucker in die Soße geben und diese bei schwacher Hitze etwas eindicken lassen.

Während die Soße etwas abkühlt die wilden Betelpfefferblätter abwaschen und auf einen Teller geben. Diese Blätter, die auch Chaplublätter - oder Pak Chaplu auf Thai - genannt werden, sind zwar verwandt mit den Betelblättern, ihnen fehlt jedoch die stimulierende Wirkung und der bittere Geschmack. Sie haben aber durchaus einen ganz eigenen charakteristischen Geschmack. Deshalb lassen sie sich auch nur schwer durch etwas anderes ersetzen, am ehesten noch durch Pak Kanaa, dem chinesischem Broccoli. 

Danach den Ingwer und die Schalotten schälen, beides in kleine Würfel schneiden und auf kleine Schüsseln verteilen. Daraufhin die Thai Chilis in feine Ringe schneiden und auch diese in eine kleine Schüssel geben. Schließlich noch die Limette in sehr kleine Stücke zerschneiden und auch diese in eine Schüssel geben. 

Jetzt auch die Soße in eine Schüssel umschütten, die eingeweichten Shrimps in eine weitere Schüssel geben und schließlich alle Schüsseln im Kreis um den Teller mit dem Pak Chaplu arrangieren.

Dann kann es auch schon losgehen. Jeder nimmt sich nach und nach Chaplublätter und belegt diese je nach Geschmack mit allen Zutaten und träufelt etwas Soße darüber. Dabei kann man sehr schön mit den einzelnen Geschmacksrichtungen spielen. Dazu empfiehlt sich ein kaltes Bier.

Zutaten

Cashews

Pak Chaplu

Geroestete Zutaten

Sosse

Von Oben

Blatt

Jens am 28.08.2018 um 05:44
in Rezepte
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