Thailändisches Gaeng Som Cha Om

Saures Curry mit Akazien Omelette

Thailändisches Gaeng Som Cha Om

Vor ein paar Wochen war ich mal wieder im Asia Store 2 in der Karlsruher Sophienstraße einkaufen. Die frischen Lebensmittel aus dem Kühlschrank dort waren der momentanen Situation geschuldet sehr teuer. Nur die Akazien Triebe, in Thailand “Cha Om” genannt, waren vergleichsweise günstig und da ich ja immer neugierig bin, wenn es um thailändische Zutaten geht, die ich noch nicht kenne, habe ich diese eingepackt. Ich hatte schon des Öfteren gehört, dass die Cha Om Triebe für uns Europäer sehr gewöhnungsbedürftig seien, aber das hieß es bei anderen Zutaten wie den Zweigen des Niem Baums oder den Stinkbohnen auch schon. Und das sind beides Dinge die ich sehr lecker finde.

Ich muss allerdings zugeben, dass der Geruch der Cha Om Triebe tatsächlich sehr, sehr gewöhnungsbedürftig ist. Aber jetzt hatte ich die Dinger gekauft und so musste ich da auch durch. Außerdem gibt es auch europäisches Gemüsesorten die echt nicht gut riechen und dann trotzdem schmecken. Die Wohl häufigste Art Cha Om Triebe zu essen ist wohl die Verwendung in einem Omelette, das dann “Kai Jeaw Cha Om” genannt wird.

Diese Omelettes wiederum werden dann oft als Beilage oder gar Einlage zu sauren Curries verspeist. So habe ich es auch ganz klassisch gehalten und ein einfach thailändisches Gaeng Som Cha Om gekocht bei dem das Omelette als Einlage benutzt wird. Gaeng Som ist ein südthailändisches saures Curry ohne Kokosmilch, das ich auch schon aus der südthailändischen Stadt Trang kannte, aber noch nicht selbst zubereitet habe. Diese Variante des Curries ist dabei recht simpel gehalten, normalerweise wird dafür auch eine spezielle Currypaste hergestellt.

Das fertige Gaeng Som Cha Om war sehr lecker und die Akazien Triebe schmecken lange nicht so streng wie sie reichen, auch wenn der Geschmack ungewohnt ist und leicht ins Bittere geht. Dafür harmoniert Cha Om sehr gut mit den Eiern und der Säure im Curry.

Zutaten für 2-3 Personen

Für das Omelette

  • 7-8 Cha Om Zweige
  • 2 Eier
  • 3 EL Pflanzenöl

Für das Curry

Zubereitung

Werden tief gekühlte Garnelen verwendet, sollten diese als allererstes behutsam aufgetaut werden. Habt ihr frische Garnelen zur Hand, so könnt Ihr natürlich gleich mit dem Kai Jeaw Cha Om starten. Hierzu zwei Eier aufschlagen und die in einer Schüssel verquirlen. Dann die Akazien Triebe von den Zweigen rupfen, dabei Vorsicht walten lassen, denn die Zweige haben kleine Dornen. Die Cha Om Triebe dann zu den Eiern geben und beides gut vermengen.

Nun reichlich Öl in einer Pfanne ordentlich erhitzen und die Eier mit dem Cha Om Trieben darin zu einem fluffigen Omelette braten. Das Omelette dabei von beiden Seiten anbraten bis es die gewünschte Dicke und Bräunung erreicht hat. Das fertige Kai Jeaw Cha Om dann kurz abkühlen lassen und danach in mundgerechte Stücke zerschneiden.

Jetzt können wir uns dem Curry zuwenden. Hierzu zuerst die Limette auspressen und den so gewonnenen Saft bereithalten. Als Nächstes die gelbe Currypaste und die Garnelenpaste in einem Wok mit etwas Öl anbraten. Sobald die beiden Pasten ihr Aroma verströmen den Limettensaft hinzugeben und die Hitze etwas reduzieren. Jetzt etwas Wasser, Sojasoße und Fischsoße hinzugeben. Schließlich noch den Palmzucker einrühren und das Curry dann für kurze Zeit köcheln lassen.

Nach etwa fünf Minuten die Garnelen hinzugeben und das Curry weiter köcheln lassen. Sobald die Garnelen gar sind, das zerstückelte Omelette hinzugeben und auch dieses ein paar Minuten mit köcheln lassen.

Das fertige Gaeng Som Cha Om dann sofort zusammen mit thailändischem Jasmin Reis servieren.

Alle Zutaten
Cha Om
Cha Om und Eier
Omelette In Der Pfanne
Omelette Fertig
Omelette Zerschnitten
Pasten Abratren
Omelette Ins Curry Geben