Nam Ya Gai mit Reisnudeln

Nam Ya Curry mit Hähnchenkeulen

Nam Ya Gai mit Reisnudeln

Als ich das Nuea Pad Phed Prik Thai On blieb noch einiges an Krachai Wurzeln, oder auch Fingerwurz, wie sie bei uns auch heißen, übrig. Und wenn ich Fingerwurz übrig habe, juckt es mich immer in den Fingern, damit ein Nam Ya Curry zu kochen. Nam Ya Curry mit Garnelen und Thunfisch aus der Dose oder mit einem bunten Mix aus Meeresfrüchten habe ich hier ja bereits vorgestellt, daher wollte ich diesmal etwas anderes machen.

Ich habe daher beim türkischen Metzger ums Eck wieder mal große Hähnchenkeulen gekauft, diese erst scharf angebraten und dann eine ganze Weile im Nam Ya Curry köcheln lassen bis sie ganz weich sind und auseinanderfallen. Das fertige Gericht war sehr lecker und daher teile ich hier mein Rezept für Nam Ya Gai mit Reisnudeln mit Euch. An dieser Stelle nochmal der obligatorische Hinweis, dass man dieses Gericht in Thailand eigentlich mit frischen, dünnen Reisnudeln (Khanom Jeen) essen würde, ich diese bei uns aber nirgends bekomme und daher auf die flachen getrockneten Reisnudeln ausweiche.

Zutaten für 3-4 Personen

  • zwei sehr große Hähnchenkeulen (ca. 800g)
  • 200g flache Reisnudeln
  • 3 Thai Chilis
  • eine Zehe Knoblauch
  • 5 Krachai Wurzeln
  • eine große Frühlingszwiebel
  • eine kleine rote Zwiebel
  • 2 EL Nam Ya Currypaste
  • 400ml Kokosmilch
  • 1 TL Palmzucker
  • 2 EL Fischsoße
  • 4 EL Pflanzenöl

Zubereitung

Zuerst die Hähnchenkeulen gründlich abwaschen und trocken tupfen. Dann die Hälfte des Öls in eine große Pfanne oder einen Wok geben und die Keulen darin von allen Seiten scharf anbraten. Sobald die Haut etwas dunkel und knusprig ist, das Ganze mit etwa 300ml Wasser ablöschen, die Hitze reduzieren und am besten mit Deckel köcheln lassen.

Nun die Thai Chilis von ihren Stielen befreien und diese in einem Mörser zerstoßen. Danach die Knoblauchzehe schälen und dann auch im Mörser zermatschen. Als Nächstes drei der Kraichai Wurzeln samt Schale in Scheiben schneiden und auch diese im Mörser Zerstoßen. Es folgen die rote Zwiebel sowie die Frühlingszwiebel, die beide geschält, grob kleingehackt und dann auch im Mörser zerstoßen werden.

Zu der im Mörser entstandenen Paste dann noch zwei Esslöffel fertige Nam Ya Paste hinzugeben und beides gut miteinander vermengen. Nun das restliche Öl in einem kleinen Topf erhitzen und die beiden Pasten anbraten bis sie duften, das Ganze dann mit Kokosmilch ablöschen. Befindet sich in der Dose Kokosmilch ein fester, cremiger Anteil und ein flüssiger Rest, dann zuerst den festen Teil hinzugeben und dann mit dem Kokoswasser löschen.

Diese Mischung aus Paste und Kokosmilch dann für etwa fünf Minuten köcheln lassen und dann zu den Hähnchenkeulen geben, die wahrscheinlich in der Zwischenzeit auch schon fröhlich am köcheln waren. Das Nam Ya Gai dann etwa eine Stunde bei schwacher Hitze kochen lassen, damit das Fleisch zerfallen kann und sich von selbst von den Knochen löst.

Kurz vor dem Servieren die Reisnudeln für etwa eine Viertelstunde in warmem Wasser einweichen. Da wir sie bald mit heißem Curry begießen werden, müssen sie vorher gar nicht kochen. In der Zwischenzeit auch die restlichen beiden Kraichai Wurzeln in dünne Stifte schneiden und über das Curry geben.

Wenn das Nam Ya Curry fertig ist, die eingeweichten Reisnudeln auf Teller verteilen und diese dann mit dem Curry übergießen. Ein paar darüber gestreute Korianderblätter bieten dann noch einen schönen Kontrast zu den weißen Reisnudeln und der orangefarbenen Nam Ya Soße.

Keulen
Alle Zutaten
Zutaten und Paste
Paste
Paste Anbraten
Kokosmilch Einruehren
Mit Paste und Kokosmilch
Mit Krachai
Eingeweichte Reisnudeln