Thailändisches Gai Hor Bai Toey

Hähnchen im Pandanblatt

Thailändisches Gai Hor Bai Toey

Mit Pandanblättern haben wir bisher in Bezug auf die thailändische Küche nur einmal eine Erfahrung gemacht, indem wir einen Pandan Kuchen gebacken haben. Und da muss ich explizit “wir” sagen, da das Backen Annes Metier ist, ich bin dafür zu ungeduldig und stand eigentlich nur dumm daneben. Außerdem haben wir damit schon mal ein Cashew Curry aus Sri Lanka gekocht, das extrem süß war. Ich hatte Pandanblätter somit mental bisher in der Kategorie Süß abgespeichert.

Da es im Asialaden gerade mal wieder welche im Angebot gab, habe ich aber trotzdem wieder welche eingepackt. Denn es gibt mit dem als “Gai Hor Bai Toey” bezeichneten Hähnchenfleisch im Pandanblatt auch ein durchaus deftiges Gericht. Das wollte ich schon länger einmal ausprobieren, habe das am vergangenen Samstag auch getan und hier nun das Rezept für Euch aufgeschrieben.

Bei diesem Rezept für thailändisches Gai Hor Bai Toey bekommt das Fleisch nur eine ganz leichte Note von Pandan. Es gibt allerdings auch Rezepte in denen Pandan Extrakt für die Marinade verwendet wird, das muss ich vielleicht auch mal noch irgendwann versuchen.

Von dem angeblich typischen Dip war ich ehrlich gesagt nicht so recht begeistert und fand ihn eher langweilig. Daher habe ich dann noch zusätzlich auf eine fertige Nam Jim Gai (“Sweet Chili Sauce for Chicken”) zurückgegriffen. Vielleicht passt dieser Dip besser, wenn man die Variante mit dem Pandan Extrakt in der Marinade zubereitet, oder es ist einfach Geschmackssache.

Zutaten für 20 Päckchen

Für die Päckchen

  • 500g Hähnchenbrust
  • 20 Pandanblätter
  • evtl. 20 Zahnstocher
  • 6 EL Erdnussöl

Für die Marinade

Für den Dip

Zubereitung

Zuerst bereiten wir die Marinade für das Fleisch zu. Hierzu die weißen Pfefferkörner im Mörser zu einem groben Pulver zerstoßen, dann die Koblauchzehen schälen, grob klein schneiden und dann zusammen mit den Pfeffer im Mörser zu einer groben Paste zerstoßen. Zu dieser dann die Austernsoße und den Palmzucker hinzugeben und alles gut vermengen.

Nun das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden und in die Marinade geben. Das Ganze dann gut durchmischen damit das Fleisch komplett mit der Marinade benetzt ist. Das marinierte Fleisch dann für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Besser sind allerdings mehrere Stunden bis ein ganzer Tag. Man kann dies also auch gut bereits am Vortag vorbereiten.

Wir haben nun also mehr als genug Zeit um den Dip vorzubereiten. Hierzu die helle Sojasoße mit der süßen Sojasoße vermischen. Dann den Palmzucker in etwas Wasser komplett auflösen und dieses Zuckerwasser zu den Sojasoßen geben. Diese Mischung dann in einem kleinen Topf für drei bis vier Minuten vorsichtig erhitzen damit die Soße etwas eindickt. Diesen Dip dann in ein Schälchen füllen und komplett abkühlen lassen.

Sobald das Fleisch ausreichend lange mariniert wurde, kommen wir zum schwierigen Part des Gerichts, denn nun muss das Fleisch in die Pandanblätter. Letztere sollten dazu gut abgewaschen und danach abgetrocknet worden sein. Die Idee ist jeweils ein Stück Fleisch in einem kunstvoll geflochtenen Körbchen aus einem Pandanblatt zu verpacken. Es gibt hierfür auch mehrere Videos und bebilderte Tutorials im Internet zu finden.

Erinnert Ihr Euch an die oben erwähnte Ungeduld? Ich habe recht schnell aufgegeben und habe in das Pandanblatt eine einfache Schleife gemacht, das Stück Fleisch dort hineingelegt, den Rest des Blattes um das Fleisch gewickelt und das Ganze mit einem Zahnstocher fixiert. Wer noch unbegabter oder ungeduldiger ist als ich oder vielleicht immer nur Schuhe mit Klettverschluss hatte, der kann das Fleisch auch einfach in das Blatt einrollen und dann mit dem Zahnstocher fest machen.

Nach einer gewissen Zeit sollten wir nun als etwa zwanzig mehr oder weniger Schöne mit Fleisch gefüllte Pandan Päckchen vor uns haben. Diese wollen nun frittiert werden. Dazu einen Topf mit reichlich Erdnussöl, oder einem anderen Öl mit einem hohen Rauchpunkt, füllen und die Päckchen darin portionsweise jeweils für einige Minuten frittieren bis das hervorblitzenden Fleisch goldbraun glänzt.

Die frittierten Gai Hor Bai Toey Päckchen dann etwas abkühlen lassen und mit dem vorbereiteten Dip servieren.

Alle Zutaten
Marinade
Mariniertes Fleisch
Schleife
Erste Paeckchen
Paeckchen
Im Oel
Frittieren
Frittiert